Wie man KI-Agent-Skills aufbaut, die wirklich funktionieren

Ben AI
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Warum Agent-Skills die neue Softwareschicht sind

Ben von Ben AI macht einen überzeugenden Fall dafür, dass Skill Engineering — die Kunst, Fachwissen in wiederverwendbare Agent-Anweisungen zu verpacken — eine der wichtigsten Fähigkeiten sein wird, die man 2026 entwickeln kann. Da KI-Agenten auf Claude Code, Copilot und Codex immer leistungsstarker werden, verlagert sich der Engpass von der reinen Modellleistung hin dazu, Agenten die richtigen Schutzmaßnahmen, Kontext und SOPs für deine spezifischen Workflows zu geben.

Die Lücke, die Skills füllen: “No matter how good they get, they still need those specific guardrails, context, and SOPs around all the unique ways you and a business do things and use software.” (Egal wie gut sie werden, sie brauchen immer noch diese spezifischen Schutzmaßnahmen, den Kontext und die SOPs für die einzigartigen Arbeitsweisen deines Unternehmens.) Custom GPTs und System Prompts sind isoliert. Automatisierungsplattformen wie n8n sind deterministisch. Skills sitzen in der Mitte — es sind flexible Anweisungen, die selbstverbessernd wirken und von Menschen begleitete Workflows unterstützen können.

Skills als strukturiertes Wissen: Im Kern sind Agent-Skills Ordner, die eine skill.md-Datei (die SOP) enthalten, plus optionale Referenzdateien — Textdokumente (Stil guides, ICP-Beschreibungen), Assets (Bilder, Präsentationen) und sogar Code-Skripte (API-Aufrufe, Funktionen). Diese zusammensetzbare Struktur bedeutet, dass ein Agent auf Tausende von Skills durch progressive Offenlegung zugreifen kann und nur das lädt, was es braucht.

Das Modell der progressiven Offenlegung: “Only the metadata — the description and the name — are stored in the agent memory. And then only when the skill is triggered, the skill MD will be loaded into the context window.” (Nur die Metadaten — die Beschreibung und der Name — werden im Agent-Speicher gespeichert. Und nur wenn der Skill aktiviert wird, wird die Skill-MD in das Kontextfenster geladen.) Diese elegante Architektur bedeutet, dass ein Agent Tausende von Fähigkeiten haben kann, ohne dass der Kontext vollläuft.

Ein Rahmen für den Aufbau besserer KI-Agent-Skills

Ben skizziert einen strukturierten Ansatz, der Software Engineering, aber für KI-Agenten, widerspiegelt:

1. Auslöser und Ziel definieren — Geben Sie dem Skill einen klaren Namen und eine Beschreibung, damit der Agent weiß, wann er ihn aufrufen soll. Diese Metadaten sind das, was der Agent scannt, um die Benutzerabsicht mit dem Skill abzugleichen.

2. Kontext- und Referenzdateien vorbereiten — Bevor Sie auffordern, sammeln Sie Ihre Wissenquellen: Geschäftsbeschreibungen, ICP-Profile, Voice/Personality-Guides, Writing-Frameworks. “Once you have a few of these, building skills will get a lot more efficient.” (Wenn Sie einige davon haben, wird der Aufbau von Skills viel effizienter.)

3. Den Schritt-für-Schritt-Prozess gestalten — Der kritischste Teil. Definieren Sie für jeden Schritt: was er tun muss, wann human-in-the-loop eingebunden werden soll (und welche Art — Kontrollkästchen, offenes Feld, Einzelauswahl), welche Referenzdateien zu laden sind, und welche Ausgabe erwartet wird.

4. Mehrere Variationen aufbauen — Anstelle von einzelnen Ausgaben sollte der Skill immer mehrere Optionen bei human-in-the-loop-Schritten präsentieren. Dies verbessert die Produktivität dramatisch, indem es Benutzern Wahlmöglichkeiten statt Take-it-or-leave-it-Ausgaben bietet.

5. Regeln und Selbstverbesserung hinzufügen — Prognostizieren Sie Fehlermodi und kodieren Sie sie als Regeln. Dann fügen Sie progressive Updates hinzu: “Every time I define a clear thing not to do anymore in this skill, update the rule section.” (Jedes Mal, wenn ich in diesem Skill klar definiere, was man nicht mehr tun soll, aktualisiere ich den Regelabschnitt.) Und wenn ein Benutzer eine endgültige Ausgabe genehmigt, speichern Sie sie als gutes Beispiel, damit der Skill lernt, wie Qualität aussieht.

5 wichtige Erkenntnisse für Skill Engineering 2026

  • Skills sind Software für KI-Agenten — Sie folgen Engineering-Prinzipien: UX-Design (Platzierung von human-in-the-loop), Context Engineering (welche Informationen produzieren beste Ergebnisse), Feature-Iteration und Edge-Case-Handling
  • Halten Sie skill.md sauber — Die Prozessdatei sollte sich rein auf den Ausführungsfluss konzentrieren. Alle zusätzlichen Informationen gehören in Referenzdateien, was die Agent-Leistung erheblich verbessert
  • Selbstverbesserung schlägt statisch — Erstellen Sie Feedback-Schleifen, bei denen genehmigte Ausgaben zu Trainingsbeispielen werden und Fehlerkorrekturungen automatisch Regeln aktualisieren
  • Ein Drei-Schichten-Ökosystem entsteht — General-Purpose-Skills (von Anthropic, OpenAI), Marketplace-Skills (Skills.mp, Smithy) und benutzerdefinierte Unternehmens-/Individualskills — jede Schicht wird spezifischer
  • Plugins bündeln Skills in bereitstellbare Pakete — Mehrere Skills + Befehle + Agent-Teams + Verbinder, teilbar als Zip-Dateien oder über GitHub, versionierbar über Konten hinweg

Was die Skill Economy für KI-gestützte Teams bedeutet

Die zukunftsorientierte Erkenntnis ist, dass Skills eine neue monetarisierbare Schicht schaffen. So wie Software Engineering und Prompt Engineering zu eigenständigen Disziplinen wurden, entsteht Skill Engineering als eigenständiges Handwerk — eines, bei dem Fachwissen produktisierbar wird. Der Vertragsüberprüfungsprozess eines Juristen, das Kampagnen-Framework eines Marketers, die Bereitstellungs-Checkliste eines Entwicklers — alle werden zu teilbaren, verbesserbaren Agent-Fähigkeiten. Für Organisationen bedeutet dies, dass das Fachwissen einer Person sich sofort über das gesamte Team verteilen kann, was Onboarding, Konsistenz und Betriebsfähigkeit grundlegend verändert.