Amazons 10-Mrd.-$-OpenAI-Investment: Die Commerce-KI-Schlacht

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Warum Amazon und OpenAI verhandeln

Das TVPN-Team (Alex Kantrowitz, Jason Calacanis und andere) bricht den entstehenden Amazon-OpenAI-Deal auf - nicht nur als Cloud-Computing-Arrangement, sondern als Kampf darum, wer die nächste Aggregationsschicht im Commerce kontrolliert. Die echte Story ist nicht das 10-Mrd.-$-Investment; es ist, was beide Unternehmen zu schützen versuchen.

Über die Deal-Struktur: “The Amazon investment would help OpenAI afford some of the commitments it has made to rent servers from cloud providers, including AWS. This is kind of like a rebate—they said we’re going to buy 40 and they said here, take 10 back.” (Das Amazon-Investment würde OpenAI helfen, einige der Verpflichtungen zu finanzieren, die es eingegangen ist, um Server von Cloud-Anbietern zu mieten, einschließlich AWS. Das ist so was wie ein Rabatt - sie sagten, wir werden 40 kaufen, und sie sagten, hier, nimm 10 zurück.) Die Zirkularität: OpenAI zahlt AWS für Server, Amazon investiert zurück in OpenAI, und beide bekommen strategische Positionierung.

Über Commerce-Partnerschaft: “OpenAI wants to turn ChatGPT into a shopping hub and has discussed earning fees for referring customers to retailers. It isn’t clear whether the Amazon-OpenAI deal would involve any arrangement related to such features.” (OpenAI will ChatGPT in einen Shopping-Hub verwandeln und hat besprochen, Gebühren für die Weiterleitung von Kunden an Händler zu verdienen. Es ist nicht klar, ob der Amazon-OpenAI-Deal ein Arrangement bezüglich solcher Features beinhalten würde.) Die strategische Spannung: OpenAI hat Etsy- und Shopify-Deals gemacht, aber bemerkenswert nicht Amazon oder eBay.

Über Amazons 60-Mrd.-$-Werbegeschäft: “Amazon is projecting 60 billion of advertising revenue, growing way faster than the core retail business. If consumers start just going to ChatGPT to find products on Amazon, that’s a customer that didn’t just go look at a bunch of ads.” (Amazon prognostiziert 60 Milliarden Werbeeinnahmen, die viel schneller wachsen als das Kern-Retail-Geschäft. Wenn Verbraucher anfangen, einfach zu ChatGPT zu gehen, um Produkte auf Amazon zu finden, ist das ein Kunde, der nicht einfach eine Menge Ads angeschaut hat.) Die Bedrohung: KI-Suche umgeht die Ad-gefüllte Produktentdeckungserfahrung.

Über Aggregationstheorie: “Every aggregator is acutely aware of aggregation theory and acutely aware that they should not let someone aggregate on top of them.” (Jeder Aggregator ist sich der Aggregationstheorie akut bewusst und akut bewusst, dass sie niemanden auf sich aggregieren lassen sollten.) Das defensive Spiel: Amazon muss Commerce-Discovery kontrollieren, bevor ChatGPT der Standard-Ausgangspunkt wird.

Über die User-Experience-Lücke: “I do not like searching for products on Amazon because the experience is just three pages of $6 versions of the product I know are going to be terrible and a bunch of ads. Being able to go into ChatGPT and say ‘I want to buy this item from a brand that has been in business for more than 30 years’—I would be defaulting to the LLM and skipping Amazon entirely.” (Ich mag es nicht, auf Amazon nach Produkten zu suchen, weil die Erfahrung einfach drei Seiten mit 6-$-Versionen des Produkts ist, von denen ich weiß, dass sie schrecklich sein werden, und ein Haufen Ads. In der Lage zu sein, in ChatGPT zu gehen und zu sagen ‘Ich möchte diesen Artikel von einer Marke kaufen, die seit mehr als 30 Jahren im Geschäft ist’ - ich würde zum LLM defaulten und Amazon komplett überspringen.) Die Verwundbarkeit: KI kann bessere Produkte aufzeigen als Ad-optimierte Suche.

6 Erkenntnisse zur KI-Commerce-Aggregation

  • KI ist die neue Aggregationsschicht - OpenAI positioniert ChatGPT als Ausgangspunkt für Commerce und bedroht existierende Aggregatoren
  • 60 Mrd. $ Werbeeinnahmen gefährdet - Amazons Ad-Geschäft wächst schneller als Retail; KI-Suche umgeht das komplett
  • Deals enthüllen defensives Posturing - Die Trainium-Chip-Anforderung und Commerce-Diskussionen zeigen, dass beide Unternehmen hedgen
  • Referral-Ökonomie ist unterlegen - Amazon verdient mehr mit Ads als mit Referral-Gebühren; KI auf sich aggregieren zu lassen bedeutet niedrigere Margen
  • User Experience ist der Keil - Ad-vollgestopfte Suchergebnisse schaffen eine Öffnung für KI-gestützte Produktentdeckung
  • Jede Plattform kämpft das - Shopify will Shop-App als Ausgangspunkt; Amazon will Amazon-App; alle fürchten die LLM-Schicht

Was das für E-Commerce-Plattformen bedeutet

Die Amazon-OpenAI-Verhandlung enthüllt die zentrale Spannung von KI-Commerce: Jede Plattform, die Produktentdeckung kontrolliert (Amazon, Google, Meta), sieht jetzt KI als potenziellen Meta-Aggregator, der über ihnen sitzt. OpenAIs Commerce-Strategie - Etsy, Shopify und jetzt Amazon-Diskussionen - geht darum, Referral-Wert von jeder Transaktion zu erfassen. Für Amazon ist das defensive Spiel Investment und Chip-Lock-in; für OpenAI geht es darum, der Standard-Ausgangspunkt für Kaufabsicht zu werden. Der Gewinner kontrolliert das wertvollste Grundstück im E-Commerce: den Moment, in dem ein Kunde entscheidet, was er kauft.