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Big Technology Podcast·December 18, 2025

OpenAIs Enterprise-Schwenk und der Disney-Sora-Deal erklärt

Sam Altman sagt, Enterprise-KI ist OpenAIs Top-Priorität für 2026. Plus: Disney lizenziert über 200 Charaktere an Sora, während es Google wegen Urheberrechtsverletzung verklagt.

OpenAIs Enterprise-Schwenk und der Disney-Sora-Deal erklärt

Warum Altmans 'Anwendungsproblem'-Zitat wichtig ist

Diese Episode bietet einen aufschlussreichen Einblick in OpenAIs sich entwickelndes strategisches Denken. Bei einem Mittagessen mit Top-Medien-CEOs, darunter Redakteure von The Atlantic, The New Yorker und The New York Times, sagte Sam Altman Berichten zufolge, dass Enterprise-KI 2026 "wenn nicht die Top-, dann eine sehr große Priorität" für OpenAI sein wird. Dies stellt eine signifikante Verschiebung von ihrer aktuellen 70/30-Aufteilung zwischen Consumer und Enterprise dar.

Das aufschlussreichste Zitat stammt von Altman selbst: "It is not a training problem. It is an application problem. It's not about the model's intelligence. It's about building the applications to get the most intelligence out of them." (Es ist kein Trainingsproblem. Es ist ein Anwendungsproblem. Es geht nicht um die Intelligenz des Modells. Es geht darum, Anwendungen zu bauen, die die meiste Intelligenz aus ihnen herausholen.) Dieses Eingeständnis markiert eine bemerkenswerte Abkehr vom "Skalierung ist alles"-Narrativ, das den KI-Diskurs dominiert hat. Da Frontier-Modelle zur Commodity werden und Top-Verbesserungen abflachen, hat sich das Rennen vom Bau schlauerer Modelle zum Bau besserer Anwendungen verschoben, die Wert aus existierender Intelligenz extrahieren.

Das Timing ist bedeutsam. Googles Gemini hat ungefähre Parität mit GPT-Modellen erreicht, und der direkte Weg zu AGI, auf den OpenAI einst zu setzen schien, ist weniger sicher geworden. Wenn selbst Sam Altman anerkennt, dass Produkt und Anwendung mehr zählen als reine Modellkapazität, signalisiert das eine breitere Neukalibrierung der Branche.

Der Disney-OpenAI-Deal (1 Mrd. $ Investition, über 200 lizenzierte Charaktere für Sora) zeigt OpenAI auf einer Doppelspur: Enterprise-Umsatz und Consumer-Engagement durch kreative Tools. Die Gastgeber vergleichen dies treffend mit "iTunes nach Napster" - ein Versuch, Struktur in die Content-Lizenzierung zu bringen, bevor das Chaos unlizenzierter KI-generierter Inhalte unbeherrschbar wird. Disneys Entscheidung, Google zu verklagen, während es mit OpenAI zusammenarbeitet, ist ein klares Signal darüber, welches KI-Unternehmen Content-Eigentümer als sichereren Partner sehen.

4 Erkenntnisse aus OpenAIs Enterprise-Strategiewechsel

  • Enterprise-KI-Umsatz wird voraussichtlich 2026 37,5 Milliarden Dollar erreichen (von nahe null 2022), was OpenAIs strategischen Schwenk erklärt
  • Altmans Aussage, dass "es ein Anwendungsproblem ist, kein Trainingsproblem" signalisiert, dass die Ära des Modell-zuerst-Denkens enden könnte
  • OpenAIs GPT 5.2 Release konzentriert sich speziell auf Enterprise-Anwendungsfälle wie Personalplanung und komplexe Aufgabenausführung
  • Disney lizenziert über 200 Charaktere an Sora, während es gleichzeitig Google wegen Urheberrechtsverletzung verklagt - Content-Eigentümer wählen Seiten in der KI-Landschaft

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